Ja, besser konnte der Start in die Konzert-Herbstsaison nicht laufen. Dom Martin & Band hatten auf unserer Bühne Premiere, es war ein wunderschöner Herbsttag und das Haus war gut gefüllt – was will man mehr!
Die eingefleischten Bluesrock-Fans mussten allerdings erstmal auf den ersten „Kracher“ warten, denn Dom begann die Show mit einem Solo-Akustik-Set. Vom ersten Moment an ließ er keinen Zweifel an seiner Virtuosität auf der Gitarre, auch seine Stimme nahm das Publikum in seinen Bann. Es herrschte Stille im Raum, alle hörten zu. Unglaublich, welche Töne er der Gitarre entlocken konnte. Wenn man die Augen schloss, glaubte man einmal sogar, ein Cello zu hören.
Nach diesen ersten Liedern, als er sich scherzhaft schon verabschiedete, betraten seine Bandkollegen die Bühne und es wurde merklich lauter. Dom spielte nicht nur sich, sondern auch das Publikum in einen Rausch. Ein Höhepunkt war als er sich beim Song Spoonful durch das Publikum zwängte – solange das Gitarrenkabel reichte – und für einen Moment ein Star zu Anfassen war.
Die Zuhörer klatschten, wippten, tanzten oder wogen sich zur Musik. Diese Begeisterung nahm man natürlich auch auf der Bühne wahr, die Band hatte sichtlich Spaß am Spielen. Dom wurde von seinem nordirischen Landsmann Ben Graham am Bass und von dem belgischen Schlagzeuger Sam Wicz bestens unterstützt. Ohne eine Zugabe durften sie auch nicht gehen…
SiS



